World Café Thementisch 1: Aufsteigen leicht gemacht

    Tisch 1

    Vorüberlegungen: Eigentlich sind die Vorraussetzungen gar nicht so schlecht. Die meisten Menschen können Fahrrad fahren und besitzen zudem ein Fahrrad. Ist es Bequemlichkeit, dass viele Mönchengladbacher trotzdem lieber das Auto nehmen? Oder einfach Gewohnheit? Vielleicht ist es auch praktikabler eben ins vor der Tür geparkte Auto zu steigen, als das schöne, aber schwere Hollandrad erst die Kellertreppe hochwuchten zu müssen. Wie lässt sich das Fahrradfahren erleichtern? Wie lassen sich neue Gewohnheiten etablieren? 

     

    Ergebnisse

    Förderung der Gemeinschaft/Etablieren von Aktionen

    • Repaircafes: regelmäßige Stadtteilbezogene oder mobile Hilfestellung um das eigene Rad wieder fit zu machen.
    • Gemeinsame Rad-Aktionen: z.B. erst Frühjahrsputz-Aktion/Repaircafe dann gemeinsame Radtour, Rad-Rave, etc.
    • Wettbewerbe/ Thementage im Viertel oder im Unternehmen: „Lass dein Auto heute stehen, komm mit dem Rad!“ Das Unternehmen was die meisten Radmitarbeiter an dem Tag registriert bekommt eine symbolische oder Materielle Auszeichnung.
    • Regelmäßige autofreie (Themen-)Tage

    Alternativen zum (eigenen) Auto/Praxistipps

    • Carsharing MG – fehlt bisher
    • Kommunikationswege wie App oder Internetplattform auf der man das eigene wenig genutzte Auto mit anderen „teilen“ kann.
    • Auch Bike-Sharing wäre eine gute Ergänzung vor allem für Spezialräder wie Speed-Pedelecs oder Lastenräder
    • Der Trend geht zum 2. Und 3. Rad: das schöne Fixie hängt im Wohnzimmer, das schwere aber gute und Stabile dafür auch teure Hollandrad steht im Keller und der Schrott-Drahtesel für die Touren zum HBF oder Stadion steht Tag und Nacht vor der Tür… muss das sein? Ist das die Lösung?!

    Gleichberechtigung von Auto und Fahrrad

    • Anfahrtswege werden bisher vor allem für Autofahrer ausgewiesen, wünschenswert wäre ein Praradigmenwechsel und eine selbstverständliche Thematisierung und Kommunikation von Radfreundlichen Anfahrtswegen.
    • Quantitativer Nutzen der Fläche eines Parkplatzes im Vergleich zur Nutzung derselben Fläche von Radfahrern über einen Tag gemessen

     Verkehr/Infrastruktur 

    • Einbahnstraßen sollten für Radfahrer nur in Ausnahmen nicht freigegeben werden
    • Anforderungsampeln sollten abgeschafft werden
    • Begleitetes Radfahren sollte optimiert werden: Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen auf dem Bürgersteig fahren während Eltern die Straße nutzen müssen. Distanz zum Kind ist groß und damit auch der Kontrollverlust. Zum Beispiel wurden hierzu Ideen geäußert wie: Familienfreundliche Wege durch die Stadt kennzeichnen. / Karte herausbringen.
    • Miserabler zustand von Radwegen die durch Wurzeln aufbrechen sowie Unmengen an hohen Bordsteinen die das Radfahren erschweren.
    • Winterdienst auch für Radwege!
    • In allen Schulen einen festen & kostenlosen Reparaturdienst pro Monat anbieten.

    Stellplätze

    • Bügel, sowie Ringe an Fassaden, sowie selbstverständliche und praktische Stellplätze als Verantwortung der Vermieter und Arbeitgeber.
    • Wenn innerhalb der Stadt Radstellplätze montiert werden, dann sollte dies in Zukunft sinnvoll und praktisch angelegt werden. Der zukünftige Mobilitätsbeauftragte der Stadt sollte hier als Berater fungieren.
    • Grundsätzlich mehr Geländer im Stadtraum (Schützen Stellflächen, Bürgersteige vor Wildparkern und bieten sicheren Stellplatz für Räder.
    • Fahrradboxen auch im Stadtbereich installieren
    • Parkbuchten zu Rad-Stellplätzen umfunktionieren
    • Können sich mehrere Bürger zusammenschließen und einen Antrag auf Umgestaltung einer Parkbucht zur Radbucht beantragen? Antrag publik machen und einfach gestalten!
    • Leerstehende Ladenlokale im Innenstadtbereich werden zur Fahrrad-Garderobe, evtl. in Kombination mit sozialem Projekt, ABM-Maßnahme

    Einzelhandel

    • Einkaufswagen haben meist überdachte Stellplätze, Räder nicht warum?
    • Warum müssen Räder und Einkaufswagen so weit voneinander entfern stehen? In der Praxis gibt das meist umfallende Räder mit vollem Einkaufskorb.
    • Wäre eine Pfand-Leih-Tasche fürs Rad Denkbar? Fahrradtasche oder Rad Korb der gegen Leih-Pfand im Shop mitgenommen und beim nächsten Einkauf zurückgebracht wird um auch spontane Großeinkäufe mit dem Rad bewältigen zu können.

    Nutzen in Zahlen überzeugt Skeptiker

    • Zeitvorteil sichtbar machen
    • Gesundheitsvorteil sichtbar machen
    • Kostenersparnis sichtbar machen
    • Streckenersparnis sichtbar machen
    • geringere Flächennutzung in Innenstädten

     

    1 Comment

    1. Norbert Krause
      27. Mai 2014

      Weitergeleitet von Edeltraut:
      Hinweis auf Fahrradstation Bahnhof Rheydt und Übersicht aller Fahrradwerkstätten im Raum MG auch eine gute Idee.

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