World Café Thementisch 3: Service

    Thementische-4

    Vorüberlegungen: Das Fahrrad hat viele Vorteile gegenüber dem Auto. Aber auch den ein oder anderen Nachteil. Wenn es regnet wird man nass. Möchte man etwas transportieren, fehlt der Kofferraum und bergauf fängt man an zu schwitzen. Der gut ausgestattete “Profialltagsradler” hat für vieles Lösungen gefunden oder entsprechende Ausstattung erworben. Aber wie sieht es mit den Gelegenheitsradlern aus? Wie können diese von den “Profis” lernen? Was könnten Services (Dienstleistungen, Produkte, Angebote) sein, die den Alltag eines Radfahrers erleichtern?

     

    Ergebnisse

    Community

    • Fahrradgarage: Die Fahrradgarage liegt von der Größenordnung zwischen Radstation und Fahrradbox. Private PKW-Garagen werden zu Fahrradgaragen umgewandelt und von mehreren Radfahrern in der Nachbarschaft genutzt.  Organisiert und betrieben wird die Fahrradgarage aus der Nachbarschaft heraus. Ein unterstützender Service seitens der Stadt könnte eine Beratungsstelle sein, die bei der Planung und Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite steht.
    • Tauschbörse: Vergleichbar mit den Sharing-Diensten wie „Couch-Surfing“ könnte eine App programmiert werden in der sich die Fahrrad-Community versammelt und gegenseitig hilft. Bei einer Radpanne könnte beispielsweise per Geo-Daten angezeigt werden wer einem in unmittelbarer Nähe einen Fahrradschlauch oder Luftpumpe leihen könnte. Über diese App könnten auch private Hinterhöfe in Quartieren als Fahrradparkplätze zur Verfügung gestellt werden.
    • Autoventil an Tankstellen: An Tankstellen wird ein Aufsatz für Autoventile bereitgestellt, damit an den Luftanlagen auch Fahrräder aufgepumpt werden können.
    • Nachbarschafts-Auto: Neben dem viel genannten Car-Sharing könnten auch im kleineren Rahmen Autos in der Nachbarschaft geteilt werden. Bei organisatorischen Fragen wie beispielsweise Koordination oder Versicherung könnte ebenfalls eine Servicestelle in der Stadt beraten, unterstützen und motivieren.
    • Repair Café: In regelmäßigen Abständen könnten in Nachbarschaften Repair-Cafés organisiert werden. In gemütlicher Café-Atmosphäre lassen Radbesitzer ihre kaputten Räder von ehrenamtlichen Rad-Experten reparieren bzw. flicken. Auch die Hilfe zur Selbsthilfe, das Vermitteln von Fähigkeiten sollte hier eine Rolle spielen.

    Öffentlicher Raum

    • Insgesamt sollten mehr Fahrradständer aufgestellt werden. Dabei sollte beachtet werden, dass die Ständer so gestaltet sind, dass die Räder auch in Rahmenhöhe mit einem Bügelschloss abgeschlossen werden können. Optional könnten die Fahrradständer auch mit Luftpumpen ausgestattet werden.
    • Die Steigerung der Radständer sind die Radboxen in denen Fahrräder reingestellt werden können. Idealerweise sind die Boxen ebenfalls mit einer öffentlich zugänglichen Luftpumpe und einen Schlauchautomaten ausgestattet.
    • Fahrrad-Lift Hindenburgstraße: Ein Transportband für Fahrräder entlang der steilen Einkaufsstraße. Räder können auf dem Band eingehakt und bis zum Ende zum Alten Markt gezogen werden. Oben angekommen, können die Räder ausgehakt und die Weiterfahrt kann unangestrengt fortgesetzt werden.
    • In Parkhäusern könnten neben den Frauen-Parkplätzen auch Fahrradparkplätze eingerichtet werden. Begleitend könnte in Parkhäusern auch ein Service-Automat mit Luftpumpe und Fahrradschläuchen aufgehängt werden.
    • Wegweiser: Für Radwege sollte ein Wegweiser-Netz aufgestellt werden. Die Wegweiser sollten dabei den unterschiedlichen Ansprüche von Touristen und Alltagsfahrern  gerecht werden.

    ÖPNV 

    • Schlechtwetter-Ticket: Das Zehnerticket für den Bus, welches immer bei Regen eingelöst werden kann. Die Tickets können per Smartphone gebucht oder evtl. auch an im öffentlichen Raum aufgestellten Fahrradboxen gekauft werden.
    • Fahrradträger an Bussen oder Taxen: Die Busse der NEW werden mit Fahrradträgern ausgestattet, die vorne am Bus montiert werden. Radfahrer können ihr Rad vorne auf den Bügel stellen und ohne Rad in den Bus einsteigen. Das Aufhängen der Räder sollte so einfach gestaltet sein, dass keine fremde Hilfe benötigt wird und der Busverkehr nicht aufgehalten wird.
    • Leihräder: An Radstationen könnten Leihräder angeboten werden. Die auch im Fall einer Radpanne zum Standort geliefert werden können.

    1 Comment

    1. Norbert Krause
      27. Mai 2014

      Weitergeleitet von Edeltraud:

      Einheitliches Schild mit Radsymbol/ Stützpunktsymbole zum Anbringen am eigenen Haus als Signal. Bsp.: Ich könnte Dein Fahrrad zur Reperatur transportieren/Ich verleihe gern meine Luftpumpe etc.

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