World Café Thementisch 2: Miteinander unterwegs

    Tisch 2

    Vorüberlegungen: Der Autofahrer ist wütend auf den Radfahrer, der ihn am raschen Fortkommen hindert. Der Radfahrer ist wütend auf den Autofahrer, der mit zu wenig Abstand überholt. Der Fußgänger ist wütend auf alle. Am Ende des Tages sind alle genervt, waren aber vielleicht tatsächlich einmal Fußgänger, einmal Radfahrer und auch einmal Autofahrer. Letztendlich wollen alle nur einigermaßen entspannt von A nach B kommen. Doch wenn jeder ein Vorrecht für sich selbst einfordern bleibt am Ende nur Frust. Wie lässt sich unter der gegebenen Situation ein besseres Miteinander im Straßenverkehr erreichen?

     

    Ergebnisse

    Wer ist unterwegs?

    • Diverse Akteure teilen sich den Straßenraum: private PKWs, ÖPNV, Radfahrer, Fußgänger, Taxifahrer, etc.
    • Die verschiedenen Akteure haben unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten und verhalten sich somit unterschiedlich im Straßenverkehr
    • Akteure lassen sich z.B. auch in berufliche oder private, junge oder alte Verkehrsteilnehmer einteilen

    Welche Haltung nehmen wir in dem Miteinander ein?

    • Empathie für andere Akteure und deren Bedürfnisse entwickeln
    • Deeskalation bei Konfliktsituationen, anderen mit einem Lächeln begegnen, freundlich bleiben
    • Voraussetzung dafür ist eine Begegnung und Kommunikation auf Augenhöhe. In die Außenseiterrolle gedrängt zu werden und das Gefühl ungerecht behandelt zu werden, schafft keine Basis für Empathie sondern Frust.

    Wie verhalten wir uns miteinander?

    • Respekt gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern und die Befolgung der vorhandenen Regeln ist wichtig. Nur wer die Regeln befolgt, wird auch als ernstzunehmender Verkehrsteilnehmer wahrgenommen. (Radfahrer in Einbahnstraßen, parkende Autos auf Fahrradwegen)
    • Energien und Ressourcen sollten in die Vermittlung der Regeln (Verkehrserziehung) oder/und in Ordnungskräfte, die für die Einhaltung der Regeln sorgen investiert werden.

    Verbesserung der Kommunikation untereinander

    • Westen kennzeichnen „Fahrstil“ oder Einschränkungen des Radfahrers
    • Symbolisches “Hut ziehen” um danke zu sagen, wenn ein Autofahrer einem Vorrang gewährt
    • Positive Kommunikationsmittel für Autofahrer schaffen
    • Tote-Winkel-Aufkleber für LKW
    • Gemeinschaftsaktionen um das Kriegsbeil zwischen Fahrrad und Auto zu begraben und die Kommunikation zwischen den beiden Akteuren anzuregen. Konkrete Idee stehen hier noch aus. (Perspektivenwechsel, Rollenwechsel anleiten).
    • Werte und Haltung könnten in Aktionstagen oder Kampagnen vermittelt werden.
    • „Total Grün“ Ampelphasen um die Situationen an Kreuzungen zu entzerren (man kann dann die Kreuzung „kreuz&quer“ überqueren). Deutliche Beschilderung um Missverständnisse zu vermeiden (Einbahnstraßen sind frei für Radfahrer ).

     

     

    2 Comments

    1. Norbert Krause
      27. Mai 2014

      Weitergeleitet von Edeltraud:
      In Gent fahren Studierende mit selbst gemaltem Schild am Fahrradsattel “Ich bin ein Auto weniger”. Die Idee spinne ich schon länger, fände aber ein Plastik- oder Holzschildchen mit Aufschrift/Aufkleber “Ich bin heute ein Auto weniger” weniger absolut.
      Vielleicht gibt es noch Ideen, die es witzig und prägnant auf den Punkt bringen, dass ich radfahrend eben nicht nur Hindernis bin.

    2. Electronics Design Services in India
      4. Januar 2017

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